Trampen

 

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Sozial, Ökonomisch, Ökologisch   

 

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Fragen und Antworten für Anfänger
rund ums Thema Trampen

 

Flexibler Tramper

  

Fragen von Trampern:

Trampen heutzutage nur noch Asoziale?
Ist Trampen illegal?
Wie trampe ich eigentlich?
Wie viele Leute können gleichzeitig trampen?
Wie trampe ich in Ortschaften?
Wie trampe ich in größeren Städten?
Wie trampe ich auf der Autobahn?
Ist das Trampen auf Autobahnraststätten auch wirklich erlaubt?
Brauche ich einen Straßenatlas?
Wie schütze ich mich vor gefährlichen Autofahrern?
Wie verhalte ich mich während der Fahrt?
Wer nimmt mich mit?
Bin ich als Tramper versichert?
Ist Trampen gefährlich?
Kann ich auch bei LKWs mitfahren?
Wie trampe ich im Ausland?
Ist Trampen in den USA legal?
Kann ich auch nachts trampen?
Kann ich auch als Frau trampen?
Darf ich als Minderjähriger trampen?
Was mache ich, wenn ich "strande"?
Wo kann ich auf meinen Touren übernachten?
Ist Wildcampen in Deutschland verboten?
Darf ich auf Raststätten campen?
Warum ist Trampen out?
Ich würde gerne Tramper mitnehmen, aber wo finde ich welche?
Woher kommt das "Daumen raushalten"?
Wann sollte ich das Trampen unterlassen?

 

Fragen von Autofahrern:
siehe:
Autofahrer FAQ

 

Wenn du eine Frage vermisst, stell sie einfach ans:

 

Trampen heutzutage nur noch Asoziale?

Definitiv nein! Warum sollten Leute asozial sein, die Freude daran haben, mit Fremden fröhlich darauf loszuplaudern. Nicht umsonst habe ich diese Seite mit "Sozial, Ökonomisch, Ökologisch" untertitelt.

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Ist Trampen illegal?

Nein. Trampen ist in Deutschland legal. Für genauere Infos, siehe Rechtsfragen Trampen.

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Wie trampe ich eigentlich?

Grundsätzlich hast du drei Möglichkeiten:

1. Die klassische Variante
Du stellst dich einfach mit dem Gesicht entgegen der Fahrtrichtung an eine günstige Stelle am Straßenrand und streckst den rechten Arm hinaus, während du den Daumen nach oben spreizt. Du brauchst nicht mit dem Arm zu schwanken wie bei mir auf der Titelseite (ist nur ein Gag), sonst fällt er dir in Kürze ab. Ein freundlicher Gesichtsausdruck hilft immer.

2. Mit einem Plakat
Du benötigst dazu einen dicken Edding, DIN-A4 Papier, Tesafilm und einen Pappkarton (wichtig gegen Wind). Du klebst das Papier mit Tesa auf den Karton und schreibst so groß wie möglich dein Ziel oder deine Richtung darauf. Wenn sich dein Ziel ändert, musst du nur das Blatt tauschen und nicht den ganzen Karton. Ich klebe auch häufig das Papier auf meinen Atlas, dann habe ich diesen auch gleich zur Hand. Der Tesa lässt sich später leicht wieder ablösen.
Anschließend stellst du dich mit dem Schild an die Straße und hältst es gut sichtbar für die Fahrer. Zusätzlich kannst du noch die klassische Trampgeste mit dem anderen Arm machen. Diese Variante empfiehlt sich besonders, wenn deine Straße oder Auffahrt in viele verschiedene Richtungen führt.

3. Autofahrer ansprechen
Du stellst dich an eine Tankstelle, Rastplatz, etc. oder auch an eine Ampel und fragst die Fahrer freundlich, ob sie in deine Richtung fahren. Auch wenn es anfangs ein wenig Überwindung kostet, ist es die deutlich effektivste Variante. Dies hängt wohl damit zusammen, dass sich die Autofahrer bei dem kurzen Gespräch ein persönliches Bild von einem machen können, was die Angst im Vergleich zum anonymen Tramper am Straßenrand schmälert. Es hängt also von dir ab, die Fahrer von deiner Freundlichkeit und Harmlosigkeit zu überzeugen. Es könnte auch damit zusammenhängen, dass manche Hemmungen haben, einem ein "Nein" ins Gesicht zu sagen. Da ist das Vorbeifahren schon einfacher.
Zur Belustigung des Trampers dienen bei dieser Variante die vielen fadenscheinigen Ausreden, die man sich über die Zeit so anhören muss oder darf (kleine Schmankerlsammlung von Veit). Einfach schmunzeln, nicht aufgeben und freundlich weiterfragen.
Gerade auf der Autobahn empfiehlt sich das Ansprechen der tankenden Fahrer.

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Wie viele Leute können gleichzeitig trampen?

Umso weniger Leute, umso schneller geht's. Optimal ist alleine, zu zweit ist auch noch in Ordnung und im größten Notfall gehen auch mal vier (bei zünftiger Wartezeit). Paare haben auch ganz gute Chancen. Bei großen Gruppen ist es zu empfehlen, sich zu trennen und die einen vortrampen zu lassen.
Ich persönlich bin bei langen Strecken gern alleine.
Der kurze Ausschnitt "Liften" auf YouTube veranschaulicht die Mitnahmechancen abhängig von der Tramperkonstellation auf humoristische Art und Weise. Auch wenn er auf Holländisch ist, versteht ihr ihn spätesten nach dem 2. Mal.

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Wie trampe ich in Ortschaften?

Am besten läufst du an den Ortsrand und beginnst an der Straße zu trampen, die dich an dein Ziel führt. Bitte gehöre nicht zu den Vollidioten, die mitten im Zentrum stehen und niemand weiß, wohin sie wollen!

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Wie trampe ich in größeren Städten?

Grundsätzlich kann man sagen: Je größer die Stadt, desto schwieriger das Trampen. In Großstädten macht es Sinn, mit Bus oder S-Bahn in die Außenbezirke zu fahren und von dort aus auf die jeweils passenden Ausfallstraßen und Autobahnzubringer zu gehen. Eine penible Platzauswahl kann immense Wartezeiten ersparen. Von ungeheuerem Nutzen ist die Ortsdatenbank von Hitchbase. Sie ist eine klasse Internetseite, wo Tramper die besten Tramplätze in den meisten deutschen und europäischen Großstädten austauschen.

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Wie trampe ich auf der Autobahn?

Das Trampen direkt an Autobahnen ist in Deutschland illegal. Du musst also folgendermaßen vorgehen: Du stellst dich an der Auffahrt (vor dem Autobahnschild!), Zubringer, etc. an eine Bucht und zückst den Daumen. Wenn die Auffahrt auf ein Kreuz oder in mehrere Richtungen führt, ist ein Schild mit Autobahnbezeichnung und Richtung hilfreich. Fast noch günstiger ist es, an einen Autohof oder Tankstelle in der Nähe zu gehen. Da das Auffahren auf die Autobahn am schwierigsten ist, lohnen sich durchaus auch längere Fußmärsche, da du an schlechten Plätzen ewig stehen kannst.
Bist du erst einmal auf der Autobahn, hast du halb gewonnen, auch wenn höchste Vorsicht geboten ist. Es gilt nun, von Rastplatz zu Rastplatz zu hüpfen. Kläre mit den Autofahrern vorher immer genau ab, wo sie dich rauslassen. Du solltest niemals ohne Autoatlas mit Raststätteneinzeichnung aus dem Haus gehen. Frage die Fahrer, ob vor ihrer Abfahrt noch eine Rasstätte oder Parkplatz kommt. Bevor deine Mitfahrgelegenheit die Autobahn verlässt oder an einem Kreuz nicht deine Richtung nimmt, musst du am Rastplatz vorher aussteigen und von dort aus weitertrampen. Verhalte dich strickt nach diesem Muster, auch wenn dir manche Fahrer das Gegenteil erzählen wollen. Drei Meter zu weit gefahren können Stunden Zeitverlust bedeuten. Kurz vor Kreuzen empfiehlt sich das beschriebene Schild. Bist du an deiner Abfahrt angekommen, musst du den Fahrer freundlich bitten, ob er für dich nicht schnell rausfahren könnte.
Grundsätzlich ist Autobahntrampen schnell und effektiv, auch wenn einige Stolpersteine lauern und es ein wenig Erfahrung erfordert.

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Ist das Trampen auf Autobahnraststätten auch wirklich erlaubt?

Folgendes Gerücht hört man immer wieder: Fußgänger dürfen Autobahnen nicht betreten (vgl. §18 (9) StVO) -> Raststätten gehören i.d.R. zur Autobahn -> Das Trampen ist daher auch auf den Raststätten verboten.
Das ist natürlich völliger Quatsch. Würde dies zutreffen, wäre es auch verboten, sein Auto zu betanken, da man, sobald man sein Auto verlassen hat, Fußgänger auf der Autobahn ist.
Für Raststätten, sog. Nebenbetriebe, gelten besondere Richtlinien. Es ist geradezu Zweckbestimmung dieser Einrichtungen, Dinge zu tun, die sonst auf der Autobahn verboten sind. So ist es z.B. erlaubt, zu halten, zu wenden, auf Parkplätzen rückwärtszufahren und auch das Betreten als Fußgänger ist natürlich gestattet.
Unabhängig davon, darf natürlich jeder Raststättenbetreiber von seinem Hausrecht Gebrauch machen. Er entscheidet, was auf seinem Grund und Boden gestattet ist und welche Personen er auf seinem Gelände duldet. Ihm steht es also auch frei, das Trampen auf seinem Besitz zu verbieten und bestimmte Personen des Platzes zu verweisen, was natürlich auch zu respektieren ist. Bei mir ist dieser Fall allerdings in all den Jahren noch nicht vorgekommen.

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Brauche ich einen Straßenatlas?

Bei längeren Strecken und vor allem auf Autobahnen bist du ohne ordentliche Straßenkarte aufgeschmissen. Du kannst dich nicht auf das Wissen der Fahrer verlassen. Wichtig ist, dass die Karte alle Raststätten enthält, sonst verpasst du schnell den richtigen Ausstieg. Außerdem sollte sie in Heftform sein und keine dieser riesigen Faltkarten, mit denen du während der Fahrt gleich die halbe Windschutzscheibe abdeckst. Meine Favoriten sind die Atlanten vom Kunth Verlag. In Deutschland bin ich ausschließlich mit dem TRAVELMAG - Reiseatlas Deutschland unterwegs (empfohlen vom AvD). Etwas weniger detailliert ist der TRAVELMAG - Großer Autoatlas Europa, wenn es etwas weiter weg gehen soll. Bei intensiver Bereisung einzelner Länder empfehle ich, vor Ort einen Länderatlas zu erwerben.

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Wie schütze ich mich vor gefährlichen Autofahrern?

Es gibt einige wenige Menschen auf der Welt, die Böses im Schilde führen. Auch Raser können Trampern Probleme bereiten.
Steige bei niemandem ein, der dir gefährlich erscheint. Ich warne allerdings davor, alternativ wirkende Personen gleich zu verurteilen. Augen verraten Menschen, nicht Kleidung. Häufig sind genau die Personen, die anfangs gewöhnungsbedürftig wirken die nettesten und hilfsbereitesten. Mit der Zeit bekommst du Routine in der Beurteilung der Menschen.
Bekommst du Probleme, nachdem du schon eingestiegen bist, nutze die nächste Gelegenheit, um auszusteigen. Du kannst sagen, du hast dein Plan geändert und möchtest genau dort raus, wo ihr gerade seid. Du kannst auch wildfremden in Ortschaften zuwinken und sagen, dies sein deine Freunde und du möchtest spontan zu ihnen.
Zögere bei Zweifeln nicht und handle couragiert. Wahrscheinlich wirst du den Fahrer zu Unrecht verurteilen und ihn dadurch verletzen, aber das muss dir deine Sicherheit wert sein.
Ich selbst bin schon bei mehreren hundert Fremden mitgefahren und hatte noch keine ernsthafteren Schwierigkeiten. Das sagt allerdings nicht, dass nicht ein gewisses Risiko besteht.

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Wie verhalte ich mich während der Fahrt?

Dafür kann man meiner Meinung nach keine genauen Richtlinien aufstellen. Verhalte dich einfach natürlich, höflich und vermeide im Gespräch Konflikte. Eines der faszinierendsten Seiten des Trampens sind die vielen unterschiedlichen Gespräche und Bekanntschaften mit Autofahrern. Lass die Begegnung einfach auf dich zukommen und langsam entwickeln. Manche Autofahrer lassen sich gerne unterhalten, andere schweigen lieber oder wollen sich die Seele vom Leib reden. Ich versichere dir, dass du viele spannende Begegnungen erleben wirst und vielleicht auch die ein oder andere Freundschaft schließen kannst.
Bist du dem Fahrer sympathisch, ist er auch eher bereit, ein paar Kilometer für dich dranzuhängen. Du hilfst durch einen positiven Eindruck auch allen weiteren Trampern.

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Wer nimmt mich mit?

Das lässt sich auch nicht so genau sagen. Grundsätzlich halten alle Altersgruppen, Schichten und Geschlechter in verschiedener Häufigkeit. Vom Schüler über die Oma bis zum Geschäftsmann haben schon alle für mich gehalten. Einzig sagen lässt sich, dass es meistens Alleinreisende sind, die durchaus auch Freude an Trampern haben. Gerade auf Autobahnen sind viele über ein wenig Gesellschaft und Unterhaltung froh.

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Bin ich als Tramper versichert?

Grundsätzlich haftet jeder, der dir Schaden zufügt. Nähre Informationen über Einschränkungen, siehe Rechtsfragen Trampen.

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Ist Trampen gefährlich?

Alles ist gefährlich.
Um die Frage näher zu beleuchten, macht es Sinn, einen Blick auf die Todesursachenstatistik zu werfen:

  • Lt. Statistischem Bundesamt* starben in Deutschland im Jahre 2007 insgesamt 827.155 Menschen,
  • davon 30.650 Menschen an äußeren Ursachen (nichtnatürlicher Tod) (3,71%) ,
  • davon widerum 5.170 an Transpormitteltunfällen (0,63%),
  • 12.652 an sonstigen Unfallverletzungen (1,53%),
  • 9.402 an vorsätzlicher Selbstbeschädigung (Suizid) (1,14%) und
  • 451 durch tätliche Angriffe (0,06%).

Statistisch gesehen sterben in Deutschland insgesamt 0,06% der Menschen durch einen tätlichen Angriff, was wiederum einen Anteil von 1,47% an den nichtnatürlichen Toden ausmacht. Nimmt man jetzt diese - im Verhältnis gesehen geringe - Anzahl der 451 tätlichen Angriffe und bedenkt, welcher verschwindend geringe Prozentsatz davon wohl Tramper betrifft oder zuzuschreiben ist,  kommt man auf eine Zahl, die nicht mehr ins Gewicht fällt. Das Risiko, einen nichtnatürlichen Tod zu sterben, verringert man demnach nicht entscheidend, wenn man das Trampen unterlässt oder keine Tramper mitnimmt.

Natürlich will ich damit nicht sagen, dass kein Risiko besteht, aber es fällt nicht ins Gewicht im Vergleich zu anderen Lebensrisiken (z.B. Teilnahme am Straßenverkehr). Alles andere beantwortet wohl das grandiose Lied "Es lebe das Laster“ von Udo Jürgens.

Eine sinnvolle Anschaffung, egal ob man trampt oder nicht, ist eine Risikolebensversicherung der Hannoverschen oder eines anderes Anbieters. Dass einem immer etwas passieren kann, zeigt uns Anke Engelke schon sehr ausfühlich in der TV-Werbung. Was spaßig rüberkommt, ist dabei jedoch nicht fehl einzuschätzen. Damit die Hinterbliebenen nicht in eine finanzielle Misere geraten, sollte man sich unbedingt absichern. Denn auch, wenn es zugegebenermaßen eher unwahrscheinlich ist, im eigenen Garten von einem Baum erschlagen zu werden, so ist man doch nie 100% sicher im Leben. Das soll hier aber keine Panikmache sein und schon gar nicht vom Trampen abhalten. Mit etwas gesundem Menschenverstand besteht dabei wohl keine größere Gefahr, als wenn man zum Beispiel in einer Bar mit einem Fremden spricht oder nachts allein nachhause geht.

*Zahlen aus " Todesursachen in Deutschland - Fachserie 12 Reihe 4 – 2007", Herausgeber: Statistisches Bundesamt

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Kann ich auch bei LKWs mitfahren?

LKWs halten selten aus voller Fahrt, da sie so lange zum Beschleunigen brauchen. Auch verbieten viele Arbeitgeber das Mitnehmen von Anhaltern. Viele Fahrer sind ein Volk für sich. Osteuropäische Fahrer bilden eine Ausnahme. Sie sind freundlich und halten gerne einmal für einen. Dafür gibt es Kommunikationsprobleme. Geschwindigkeitsrekorde stellt man in einem Lastwagen auch nicht auf. Je nach Laune trampe ich manchmal bei LKWs und manchmal nicht. Das müsst ihr selbst herausfinden.

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Wie trampe ich im Ausland?

Jedes Land und manchmal sogar jeder Bundesstaat haben ihre eigenen Gesetze. Vor der Abreise gilt es, genau zu prüfen, wie die rechtliche Seite aussieht und wie Trampen dort akzeptiert ist. Dabei empfehlen sich das Internet und auch einige Reiseführer. Das Reisewiki "Wikitravel" gibt z.B. einen Überblick über Legalität und Verbreitung für ein paar dutzend Ländern. Auch der Reisführer "Lonely Planet" greift die Tramperfrage flüchtig auf.
Ein Problem ist natürlich immer die Kommunikation. Es ist empfehlenswert, zumindest die Grundfloskeln und Städtenamen in der jeweiligen Landessprache zu beherrschen. Nutze das Tramperwörterbuch! Ansonsten kommt man meist auch mit Englisch, Händen und Füßen durch.

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Ist Trampen in den USA legal?

In der Regel ist es zumindest nicht illegal. An Freeways ist es meist verboten. Die Gesetzte variieren jedoch von Staat zu Staat. Besucht einfach http://www.digihitch.com/usa-map.html (englisch). Dort bekommt ihr die Gesetze für jeden Staat. Einfach auf die Kürzel in der Karte klicken.

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Kann ich auch nachts trampen?

Natürlich, aber du brauchst doppelt bis X-mal so lange, da die Autofahrer bei Dunkelheit häufig Angst haben. Achte darauf, dass du an einem gutbeleuchteten Platz stehst und die Gruppe nicht zu groß ist. Frauenbegleitung nimmt häufig die Angst der Fahrer.

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Kann ich auch als Frau trampen?

Frauen werden mindestens fünfmal schneller mitgenommen als Männer, dafür ist wohl das Risiko etwas höher. Ängstliche Frauen können auch in männlicher Begleitung reisen.

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Darf ich als Minderjähriger trampen?

Trampen findet in deutschen Gesetzen keine Erwähnung. Es ist also legal. Das gilt auch für Minderjährige.  Allerdings dürfen die Eltern über den Aufenthaltsort des Kindes entscheiden (BGB § 1631(1) Die Personensorge umfasst insbesondere die Pflicht und das Recht, das Kind […] zu beaufsichtigen und seinen Aufenthalt zu bestimmen.) Du brauchst also die Erlaubnis deiner Eltern. Bei trampenden Kindern werden Polizisten natürlich immer etwas skeptisch. Es ist von Vorteil, wenn du eine schriftliche und unterschriebene Erlaubnis eines Erziehungsberechtigten dabei hast und eine Telefonnummer vorzeigen kannst, über die sich die Beamten von der Erlaubnis versichern können. Ich empfehle Jugendlichen - wenn sie es schon nicht lassen können – nur tagsüber zu trampen und erst einmal mit kleineren Strecken (z.B. in die nächstgrößere Stadt) zu beginnen.

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Was mache ich, wenn ich "strande"?

Es wird dunkel, der Verkehr nimmt ab und man steht einsam und verlassen an der Straße. Diese Erfahrung hat schon fast jeder Tramper gemacht und das Risiko dazu macht auch ein wenig den Nervenkitzel beim Trampen aus. In diesem Fall hat man 2 Möglichkeiten:
1. Man harrt aus und übt sich in Geduld, Nervenstärke und Durchhaltevermögen. Wenn man sich z.B. an einer auch nachts halbwegs frequentierten Raststätte befindet, kann man versuchen, einfach weiterzutrampen.
2. Wenn alle Chancen weichen, kann man sich ins Hinterland schlagen und dort über Nacht rasten, um am nächsten Tag einen erneuten Versuch zu starten (siehe: Ist Wildcampen in Deutschland verboten?). Dazu sollte man evtl. etwas Ausrüstung dabei haben. Glücklicherweise ist es bei mir noch nie so weit gekommen.

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Wo kann ich auf meinen Touren übernachten?

Da gibt es wie bei allen Formen des Reisens viele Möglichkeiten. Es hängt ganz von deinem Geschmack und deinen finanziellen Mitteln ab:
Wenn du dich bei den einzelnen Wegabschnitte nicht übernimmst und am Abend in einer Stadt ankommst, kannst du in Hostels, Jugendherbergen, auf Campingplätzen oder im Hotel absteigen.
Wenn du etwas weiter im Voraus planst, kannst du dir auch eine kostenlose private Unterkunft über den Hospitality Club organisieren.
Wer gar nicht planen will, packt sein Campingzubehör ein und rastet in der freien Natur. (siehe: Ist Wildcampen in Deutschland verboten?)

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Ist Wildcampen in Deutschland verboten?

Außerhalb von gekennzeichneten Campingplätzen ist das Zelten in Deutschland verboten. Ein Verstoß ist eine Ordnungswidrigkeit, die zu einem von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Bußgeld führt.
Häufig wird von einem Bußgeld abgesehen, wenn ihr kein Feuer macht, Müll hinterlasst und euch einsichtig zeigt. Es sollte selbstverständlich sein, das die Natur und das Eigentum anderer respektiert wird und niemand nach eurer Abreise erkennen kann, dass ihr dort campiert hat.  
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich die Genehmigung des Grundbesitzes einholen (Privatperson, Gemeinde, etc.).
Umgehen lässt sich das Verbot, indem man für maximal eine Nacht "rastet". Dabei darf man kein Zelt aufstellen, sondern nur mit Decke, Hängematte oder Schlafsack evtl. unter einem Biwaksack oder Schirm lagern. Dies ist mit Ausnahme einiger Schutzgebiete nicht verboten.

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Darf ich auf Raststätten campen?

Nein. Raststättenbetreiber tolerieren das in der Regel nicht. Es hängt jedoch von der Raststätte ab, ob du das meist umzäunte Grundstück verlassen kannst. Fast immer kannst du das Gelände über den Versorgungsweg verlassen, der zu fast jeder Raststätte führt. Ringsherum sind normalerweise Wiesen, Äcker und Wälder. Lauf ein wenig, um außer Sichtweite zu kommen und beachte die Hinweise unter „Ist Wildcampen in Deutschland verboten?“.

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Warum ist Trampen out?

Ja, ja. Die Jahre sind vorbei, in denen sich Tramperhorden am Straßenrand versammelt haben.
Über die Gründe könnte man Stunden sinnieren.
Zum einen haben auch die jungen Leute an Wohlstand gewonnen und die meisten haben bereits mit 18 ein Auto. Die anderen haben genügend Geld für Bahn oder Billigflieger. Die Mitfahrzentralen befinden sich auch auf einem Siegeszug. Die Welt in unseren Kulturkreisen ist hektischer geworden. Jeder will schnellstmöglich von A nach B und sieht die Zeit dazwischen als notwendiges Übel an. Nur wenige wissen noch den Weg als Ziel zu schätzen und erfreuen sich an den vielen Erlebnissen, Eindrücken und Begegnungen unterwegs.
Häufig hört man auch, dass die Welt gefährlicher und die Menschen schlechter geworden sind, so dass auch Trampen zu gefährlich ist. Das ist allerdings ein Trugschluss. Vor nur wenigen Jahrzehnten gab es genau zwei Fernsehsender und eine begrenzte Anzahl von Printmedien, die gar keine Kapazitäten hatten, alle Tragödien, Übeltaten und Grausamkeiten des Tagesgeschehens mitzuteilen. Heute leben ganze Medienimperien davon, die Sensationsgier der Konsumenten zu befriedigen und bedienen sich dabei gerne der reißerischen Aufmachung von Einzelfällen.

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Ich würde gerne Tramper mitnehmen, aber wo finde ich welche?

Die Anzahl der Tramper ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Man sieht sie aber immer noch, wenn man die Augen offen hält. Während man früher Tramperströme an Autobahnauffahrten gesehen hat, kommen heute die meisten direkt an die Autobahnraststätten und sprechen die Fahrer direkt an. Wer also gerne Tramper mitnimmt, kann durch die Tankstellen der Raststätten fahren und sichtet dort mit Sicherheit den ein oder anderen freundlichen Tramper.

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Woher kommt das "Daumen raushalten"?

Nun ja. Eine wissenschaftlich fundierte Überlieferung gibt es wohl nicht.
Man erklärt sich das allerdings folgenderweise: Der Daumen symbolisiert einen Pfeil, der - frontal auf ihn gesehen - die Richtung anzeigt, in die man will. Auf Werbeplakaten, die einem z.B. sagen wollen, dass es noch 1 km geradeaus bis zum Mc. Donalds sind, ist auch häufig ein Pfeil nach oben abgebildet, der aus Sicht des Autofahrers im Rahmen der zwei Dimensionen geradeaus zeigt.
Der "Tramperdaumen“ ist übrigens nicht international. In vielen Teilen der Erde schwenkt man die flache, ausgestreckte Hand auf und ab, um den Fahrern zu symbolisieren, dass sie doch bitte anhalten sollen.

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Wann sollte ich das Trampen unterlassen?

Ähm... Äh... Naja, solche Gegebenheiten sollte es manchmal auch geben. Zum Beispiel in dieser Situation:

Keine Tramper mitnehmen

;-) Fotografiert in Colorado / USA

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