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Tramperberichte

 

An dieser Stelle finden sich Erfahungsberichte von Besuchern.

 

Bericht von Maxi:
Meine Tour 2003

Hallo,

ich habe auch ein sehr schönes Erlebnisse beizusteuern, wobei es nicht so sehr um das trampen geht sondern um das Drumherum.

Ich habe mir 2003 vorgenommen von Nürnberg nach Bremen über Heidelberg, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden, Koblenz und dem Ruhrpott zu fahren. Mein Ziel war, dies ohne Geld zu schaffen und das Essen und die Übernachtungen durch Straßenkunst (Jonglage) zu verdienen.

Dies war die schönste Zeit in meinem Leben. In Heidelberg (ich bin von Nürnberg aus dorthin getrampt, in einem Bus voll Franzosen) habe ich nach meiner Performance auf der Straße abends einen Zeltplatz angesteuert. Nach einem kurzen Plausch mit der Campingdame was ich denn so mache bin ich ins Bett. Am nächsten morgen beim auschecken hat sie mir eine Tüte mit frischen Brötchen in die Hand gedrückt. Dieses  Gefühl war Wahnsinn.

Weiter ging es nach Darmstadt und dann nach Mainz. Ein Infekt (und insgesamt zu wenig zu essen) hatte mich geschwächt und ich saß abends an einer Bushaltestelle um nachzudenken, was ich nun tue. Plötzlich kam aus heiterem Himmel ein Schulfreund den Weg entlang, der in Mainz  wohnt. Ich dachte ich sehe nicht recht. Er nahm mich mit zu sich nach Hause und nach einem guten Abendessen und einem leckeren Frühstück war ich wieder fit um weiterzukommen.

Bereits in Wiesbaden überraschte mich das nächste Ereignis. Nach einem mehr oder minder erfolgreichen Straßenkunsttag  in der Stadt fuhr ich auch hier wieder den Campingplatz an. Das letzte Stück musste ich zu Fuß gehen. Auf halben Weg fand ich einen Fünf-Euro-Schein auf dem Boden. Ich hatte noch nie einen Schein gefunden. Aber dieser sicherte mir ein gutes Abendessen. Auf dem Campingplatz angekommen baute ich mein Zelt auf und begann noch ein wenig zu jonglieren. Einige  Dauercamper kamen und schauten mir zu. Wir kamen ins Gespräch und ich erzählte von meiner Tour. Am nächsten Tag baute ich mein Zelt ab und war baff: rund ums Zelt unter der Plane lagen Äpfel, Kekse Getränke und ein Säcken mit ein bisschen Geld.

Wer schon so weit gelesen hat, wird sich sehr wundern, was einem alles passieren kann. Ich war von diesen ganzen Eindrücken emotional überwältigt.

Nach Koblenz, mit einem wunderbaren Gauklerfest und einem guten Freund der mich beherbergt hat, sollte mein nächstes Ziel Köln sein. Ich entschied mich mit der Bahn zu fahren. Es war Freitagabend und ich habe Köln nie erreicht. Denn im Zug hatte ich plötzlich so einen leichten Übermut und sprach zwei leicht alternativ aussehende Mädchen an ob sie nicht ein Bett für mich hätten für die Nacht. Sie zögerten einen Moment und sagten dann ja.

Das Bett war allerdings in Mönchengladbach, was meine Planung ändern sollte. In M´gladbach angekommen gingen wir zu dem einen Mädchen  nach Hause. Und das "nach Hause" werde ich nie mehr vergessen. Eine Villa wo sie (ca. 23 Jahr alt) alleine darin wohnt. Von innen herrlich alternativ gestaltet. Eine ziemlich skurrile Sache und ich habe es nie verstanden wie sie zu dem Haus kam. Das schöne war, ich hatte den ganzen Keller für mich alleine.

Wie gesagt, das war Freitagabend. Gegangen bin ich erst Montag früh wieder ;-). Ich habe mein letztes Geld zusammengekratzt und bin dann direkt mit dem Zug nach Bremen weiter. Die Erlebnisse reichten mir erstmal um sie zu verdauen. Dies ist nun sechs Jahre her und ich werde  wohl bald wieder so eine Tour machen, aber dann länger wie eine Woche.

Schöne Grüße

Maxi

 

Bericht Theo:
was für'n Urlaub...

Es waren Semesterferien und ich war vorher nie mehr als 400km getrampt - aber diesmal stand der Entschluss, von Erfurt nach Cluj / Rumänien zu trampen, fest.

Alles ging los von nem kleinen Autobahnparkplatz mit Toilette um 5Uhr früh... wenig los. Um 8:30 Uhr etwa war ich denn bei Dresden auf einer großen Raststätte - bei heftigem Schneefall (in der Nähe war ne Massenkarambolage mit 60 Fahrzeugen!). Nach langem Suchen fand ich einen Anwalt, der mich bis kurz vor Prag mitnahm, aber vorher zum Frühstück einlud... Natürlich hat alles ne Kehrseite... Denn als er hörte, dass es für mich nach Transsilvanien geht, kaute er mir ein Ohr ab, dass es dort so viele "Zigeuner" gäbe und die seien so kriminell und die Rumänen seien genauso und Deutsche gäbe es dort ja auch kaum noch...

Prag wurde dann zu einer Hürde... nach vielen Gesprächen und niemanden, in die richtige Richtung, nahm mich jemand bis Prag hinein und setzte mich an einer guten Autobahnauffahrt ab. Dort traf ich das erstemal auf andere Tramper, die jedoch nur die Augen verdrehten, als sie hörten, dass ich nach Rumänien wolle. 15 Minuten später ging‘s aber schon weiter nach Brno, wo mich nach 20 Minuten ein Slowake nach Bratislava mitnahm. Bei einer kleinen Pause klärten wir dann, wo ich hin möchte. Und obwohl er kein Englisch oder Deutsch sprach, schien mir, als hätte er mich verstanden (er kannte die Wörter Tankstelle und Autobahn).
Leider fand ich mich an einer sehr ungünstigen Stelle wieder. Nach über einer Stunde entschloss ich mich dann, dem Tipp von hitchbase zu befolgen. Leider war die Haltestelle, wo ich aussteigen musste, inzwischen umbenannt worden. Ein Jugendlicher erklärte mir aber denn, wo das sei. Da es Anfang März war, war es schon dunkel. Ich überquerte die slowakisch-ungarische Grenze im Dunkeln auf einer kleinen Landstraße, fand aber gut zur großen Verkehrsachse. Klar, im Dunkeln nimmt einen niemand mit. Also nahm ich das zum Anlass die Grenze näher zu untersuchen und fand am Übergang ein Laden für Autobahnvignetten - meine Rettung, denn hier konnte ich Autofahrer ansprechen und mich kurz aufwärmen. Und Tatsache, nach 1,5 h umher fragen (es war kaum Verkehr), nahm mich ein Rumäne mit, der bei Budapest Pause machen musste, um dann dort am nächsten Tag 4...5 Fässer Chemikalien mit seinem Transporter abholen musste. Dann ging‘s non-stop bis zur Rumänischen Grenze. Er half mir beim Kauf einer rumänischen Sim-Karte fürs Handy und Geldtausch und setzte mich mit Schildern, die er für mich bastelte an einer guten Stelle ab. Er gab mir dann noch seine Nummer, falls er zufällig in dem Zeitraum nach Deutschland fährt, wenn ich wieder zurück möchte.
Mit einem weiteren Stop kam ich dann nach Cluj! - unterm Strich war ich 35h unterwegs, bei Schneesturm von Thüringen bis kurz vor Brno (Süd-Tschechien) und dem Steckenbleiben in Bratislava!

Die Rückfahrt wurde dennoch spannend. Denn während meiner Zeit in Rumänien machte ich mit einer Freundin einen Wochenendausflug – natürlich trampend! Und so kam es, dass wir auf der Rückfahrt einen Trucker kennen lernen, der mir die Möglichkeit offerierte, dass er mich nach Wien mitnimmt... an dem Tag wo ich eh zurück wollte. So weit so gut. Und so ging's denn an einem Morgen nach Wien los. Erst hieß es, um  6 Uhr morgens Abfahrt. Kurz vor 6 erfuhr ich dann, dass es erst um 7 Uhr los geht. Um 7 kam denn der Anruf: „Es geht erst 8Uhr los.“ Und um 8 der Anruf „noch 10 Minuten“  und kurz vor 8:30 ging's dann endlich los. Keine 50 km später, bemerkte dann der Trucker, dass beim Truck irgendwas kaputt sei. Er meinte nen Kollege von ihm fährt auch nach Wien und der sei 150km entfernt und der würde mich mitnehmen. Nun gut, also gewartet auf ihn; schließlich wurden daraus 6 Stunden. Aber es ging schließlich los und ich dachte: “Ok, komm ich halt gegen nächsten Morgen in Wien an, also wieder hell zum Weitertrampen - auch nicht schlecht.“ Aber so wurd's dann doch nicht. An der Rumänisch-Ungarischen Grenzen war denn ein riesiger Rückstau. Der LKW-Fahrer entschied sich, diesen zu überholen und 2 h an der Grenzen im Truck zu pennen. Er meinte: „5 Uhr Wien...“. Nun gut aus den 2 h wurden 6 h... Um 3:30 Uhr waren wir denn in Ungarn (die ersten 200km in 19h - Scheiße). Kurz vor 11 Uhr morgens wurde ich kurz vor Wien auf 'nem Rastplatz raus gelassen.
Nunja, und dieser Rastplatz war auch ganz merkwürdig. Die meisten Leute dort hatten Anzüge an und man meinte, die hätten jetzt hier nen Geschäftstermin. An der Tankstelle fand ich dann jemanden, der mich nach Wien mitnahm. Dort fuhr ich mit der U-Bahn zu einem guten Spot, wo ich nach 15 Minuten nach Passau mitgenommen wurde. An der Grenze bei Passau wurde ich dann an der letzten Tanke in Österreich raus gelassen (denn in Österreich ist der Sprit günstiger). Das erste Auto was ich fragte nahm mich dann nach Thüringen, wo ich als Student kostenlos Bahn fahren kann und den letzten Rest so fuhr. Also Rückzu trotz kaputtem Truck und dem Stress am Anfang nur 39h.

Was für eine Zeit! Ich habe eigene Grenzen überwunden und viel Spaß gehabt.

 

Bericht von Oliver:
Der Tramerptrick

Hallo, erstmal gratuliere ich dir für deine gelungene Seite über das Trampen. Die Begriffe Sozial, ökologisch und ökonomisch gebrauche ich auch seit fast 20 Jahren. Auch bei mir ist Trampen eine Leidenschaft, die ich zwar nicht täglich, aber gelegentlich fröne.

Bis jetzt, und ich habe einige Tausende Kilometer trampen hinter mir, haben mich immer nur nette Menschen mitgenommen. Klar, sonst hätte sie mich ja auch stehen gelassen. Beim Reisen per Bus, Bahn, Schiff usw. ist man mit Menschen umgeben die einem u.U. völlig unsympathisch sind. Auch ich habe ausschließlich positive Erfahrungen gemacht, aber ich gehöre auch zu der Gruppe Mensch, wo die Tasse immer halbvoll, und nicht halbleer ist.

Über einen Trick von mir beim trampen möchte ich dir mal schreiben. er ist etwas magisch angehaucht, und man könnte meinen ich sei ein wenig .............

Einen Beweis gibt es nicht, aber ich bin sicher dass er, je nach Bewusstseinsstand, auch bestens funktioniert. Jedenfalls komme ich irgendwie immer besser weg als die meisten anderen, die ich kennen lerne oder kenne. Auf die Idee bin ich gekommen, weil mir ein Freund der sich mit Magie sehr gut auskennt, einen Trick zur Parkplatzsuche in der Innenstadt erzählt hat. Und zwar, wenn er in die Stadt fährt, konzentriert er sich ca 10 min bevor er irgendwo packen möchte darauf das er einen freien Platz benötigt und schwupps, wenn er kommt ist ein Platz frei. Ich für meinen Teil bin früher immer wie ein blöder im Kreis gefahren und habe manchmal 15 min lang gesucht, und nachdem ich diesen Trick angewendet habe, hat es in den allermeisten Fällen tatsächlich geklappt. Also dachte ich mir, das machste demnächst mal beim Trampen, ich konzentriere mich auf das mir entgegenkommende Fahrzeug und sende den Befehl los das er anhalten soll, und tatsächlich, ich spüre es, in dem Augenblick, wo es den Empfänger trifft. Er hält dann tatsächlich an, das klappt selten sofort, ist aber, wenn man es ausübt, eine reine Bewusstseinssache, und man fühlt und erfahrt auch wie man selbst heute drauf ist. Ist echt ein komisches Ding und diejenigen die anhalten verstehen ihre Reaktion gar nicht wieso sie angehalten haben, oftmals war ich der erste Tramper den sie in ihrem Leben mitgenommen haben, nach 30 Jahren Autofahren. Einfach mal selbst testen, es kostet nur etwas gedankliche Energie

Was mich wundert ist die Tatsache das in Deutschland trotz steigender Benzinpreise immer weniger getrampt wird. Fahre halt selbst Auto, wegen Arbeit usw. aber wenn ich meinen Freund in HH besuche möchte, ich wohne in der Nähe von Köln, ist is für mich jedesmal ein Erlebnis zu trampen. In der Regel brauche ich ca. 30 min. länger, wie wenn ich mit dem eigenen Wagen fahre, und ich sehe das übrigens als eine Art Symbiose an, beide profitieren voneinander, aber ich scheine auch etwas anders zu denken als die meisten. Jedenfalls hat mich deine Seite sehr positiv angesprochen und ich konnte dir gedanklich zu 100 % zustimmen.
Finde ich echt Oberklasse!!!!

Wünsche dir weiterhin viel Erfolg und alles Gute

Oliver

 

Impressions of the WorldWalk-Peacetour:
From Senegal to Spain: A Tale of a Hitchhiking

So, this is how it all happened... Soon after we arrived in Dakar we started to realize that it was impossible to find a cruiser or freighter heading towards North America, there was no choice, we headed back to Europe. After walking through the Sahara desert we were not that stupid to walk all the way back, so our only chance was hitchhiking. It’s fast and cheap.

Dakar—Rosso—Dakar

We started hitchhiking at 1 PM and a young French couple picked us up almost instantly. They had a truck converted to a caravan, but they had to drop us off after Thiès (60 mi), because we were stopped by the police for the third or fourth time there, the truck had a cabin for only three passengers. It was almost dark by then.

Next morning we tried to get a lift for hours, and got one to St. Louis (120 mi), we walked to the city border and continued hitchhiking ’til dusk with no luck. On our third day a Frenchman and his local colleague took us to Ross Béthio (35 mi), there a taxi passenger picked us up and we were at the border in no time, we arrived in Rosso at noon (30 mi). We spent the next 6 hours at the border just to find out we had to go back to Dakar for the visa. Can you believe it? When we entered Mauritania from Morocco we bought our visa right there for some 20 Euros, but you cannot buy visas at this border. Our 250 miles in the pocket were converted into 250 miles to go in an instant (or 500 miles :). We were quite angry, disappointed and exhausted.

So, we were on the roll again. A taxi driver stopped by us and stuffed our backbacks in the trunk of his car and us into the full cab (with six passengers already inside it) and on we went. For a few yards or so. Then the gearbox broke down and we had to stop. I guess that was the shortest distance I had ever traveled as a hitchhiker. :) We soon got tired of hitchhiking and walked 3 miles to the next police post. We were contemplating the local scenery from the shade while our friends got us a car that took us to St. Louis. That’s fine service...

We started the next day still in an angry mood, but soon another Frenchman gave us a lift to Thiès, he was driving like hell. While we were walking through the city we tried to get our next ride, that’s how we managed to stop Adjid (a French businessman with Moroccan origins who lives in Dakar). This gentleman took us to Dakar and gave us the keys of his yard shed (with a room, shower and TV). We can’t thank him enough, by then we were at the edge of bankrupcy.

Dakar—Nouadhibou

In Dakar the visa cost double the amount than at the Moroccan-Mauritanian border. We spent a week at Adjid’s place, still trying to find a ship heading for America. Then a monetary help from our Hungarian friends helped us buy the visas, and one of Adjid’s colleagues gave us a ride to St. Louis with a night stop at his place in Thiès.

For obvious reasons (last time my brother waved good bye with his middle finger to the officers) we didn’t want to cross the border at the Rosso border station, so we chose a smaller nearby crossing point. After spending our last night in Senegal we crossed the border on foot, to discover that the paved road ends in Mauritania. We spent the whole day watching the local wildlife waiting for cars, but none came. Right in the moment when we were heading off to find a campsite a miracle happened. As we discovered later, a tad unpleasant miracle. We spent the next 60 miles sitting on melons and bags at the back of an open pick-up. With 70 mph on a dirt road and the night falling. How’s that for a comfort? After a stop in Rosso we arrived in Noaukchott (130 mi) late at night.

We spent that night at Auberge Sahara again, and the next morning we found out that winter winds in the Sahara are very-very cold. After an hour of shivering, as a lovely surprise Tomy stopped by us with his truck. Tomy is a very kind man from Jo'burg, South Africa with a Bud Spencerish look. We had met him in September, in our 12th day in the Sahara he helped us out with some dried turkey, beef sausage, soda and some money. So, we traveled the next 210 miles with him, and spent the night at an iron ore charting camp (where he was working), took a shower then ate some pizza and drank some whiskey-coke. Next day one of his colleagues dropped us off near the Moroccan border.

Nouadhibou—El Aiaun

After some two hours we got a lift to the border, and the officers let us cross the neutral zone walking. It was like a Mad Max movie scenery, the desert all around us with burned out car wrecks everywhere. We spent the night on the Western Saharan side of the border. Our hopes of getting a ride were quite low at that moment. All the cars were full of people and junk. Our thumbs were getting tired, but at 3 PM a French hippie couple stopped and gave us a 190 miles ride to their camp near Dakhla where we spent two nights.

After this break our luck seemed to run out, after a whole unsuccessful day we spent the freezing night near the road, taking cover from the cold wind behind a stone wall. Next day, almost the same, until 4 PM, when a Spanish caballero, Juan gave us a lift to Boujdour, where we spent the night in the very same cheap motel we had stayed four months before (on a sanitary stop due to diarrhea :). Next morning we continued with Juan to El Aiaun. There we said good bye to him (and he drove on to Spain!). If only we knew by then. But we weren't sure if we were going to go to the Canary Islands or to Continental Spain.

We bought ourselves new pairs of jeans, had a tea with old friends in town, and were having discussions online about where to go next. We opted for Málaga, bought some food enough for two days, walked through the border between Western Sahara and Morocco and spent there two whole days, hitchhiking. The third day, with circles around the eyes, right after dusk we said to ourselves: Enough. It’s over. We can’t go on like this.

El Aiaun—Tangier

But then fate picked us up from deep shit and cleaned us in a heartbeat. Why? A Moroccan guy stopped (he was with his girlfriend and his mother), and took us to Guelmim (240 mi) and as if it was perfectly common, payed our coach tickets to Casablanca (some 470 miles), hugged us both and went on. In a quarter of an hour we were traveling, unbelieveing. Next morning at 9 AM we jumped off the vehicle with smiles attached to our faces.

And the miracles went on, from Casablanca to Mohammedia (10 mi), to Rabat (50 mi). Then just as we were getting ready to turn in for the night, another car stopped, two Moroccan guys gave us a lift to Tangier (140 mi). Some 30 miles before Tangier we saw the first rain in more than half a year! And it was an amazing great a storm. The driver payed our stay in a hotel so we spent our last night in Africa in a luxurious way.

Algeciras—Málaga

Another monetary help from a Hungarian friend helped us buy ferry tickets and the next afternoon we were getting off the ship in Tarifa, Spain. We took a bus to Algeciras. It was raining like crazy, so next morning we walked to San Roque all wet, smelly and not quite happy with the situation. We spent two days in San Roque, trying to get a lift but it was hopeless. They helped us in the pensioner’s home with a fair amount of cheese and milk-rice, then we took off and walked to Málaga in four days. We gave up hitchhiking on the third day. It was impossible, you were able to see it on people’s faces. We arrived to Málaga on the verge of distress.

 

Bericht von Adam
Bielefeld - Spanien

Mein Kollege und ich (22 / 24) kommen oft auf verrückte Ideen, aber diesmal habe ich ihn angerufen und habe ihm gesagt, dass ich nach Spanien trampen will. Die Idee kam nach einer Nah-Toderfahrung von mir, wo ich um mein Leben gewinselt habe und mich gefragt habe, was ich im Leben erlebt habe - auf jeden Fall nie etwas gewagtes / hirnrissiges.

So sind wir dann von Bielefeld-Brackwede bis zum Hauptbahnhof gegangen und unterwegs haben wir schon einmal fleißig angefangen, zu schnorren. Beim Griechen sprangen 2 Cola raus und an einem Zeitungsstand Brezel für jeden. Dank einer hübschen Dame, die uns mit ihrem Abo mit in die Straßenbahn ließ, konnten wir uns 3 Kilometer Weg bis zum Bahnhof sparen. Am Bahnhof angekommen, haben wir Zigaretten bekommen und auf den letzten Drücker 2 Omas überreden können, uns mitzunehmen (Wochenendtickets).

In Köln angekommen, sind wir in ein Hardrock Cafe gegangen und da war ein freundlicher Barkeeper, der unsere Geschichte toll fand und es bedauerte, nicht an solchen Abenteuern teilnehmen zu können. Zack sind wir zwei 0,5 Sprite und einen Freund reicher geworden. Zufrieden wollten wir noch, dass er uns zu dem Event einschleust, aber da war er machtlos. Tito war an dem Abend zu Gast.
Unterwegs haben wir eine super Frau in etwa unserem alter getroffen, die uns bis zur Araltankstelle mitgenommen hat. Ausfahrt Richting Bonn / Koblenz.
Dort haben wir bei Burgerking jeder einen Cheese und eine Cola geschnorrt bekommen. Nochmals Dank an Burgerking !
Egal wo wir hinkamen und die Story erzählten, fanden die Leute Gefallen an der Idee und unterstützten uns.

Einige Stunden später, hat uns jemand mit nach Bonn genommen. Es war nachts. Unter einem Baum haben wir den Schlafsack ausgelegt und sind eingepennt. Ab dem Augenblick wurde mir bewusst, was ich alles hätte mitnehmen müssen.

In Bonn ließ es sich schlechter trampen als sonstwo, die Leute sind unfreundlich und keiner hat angehalten. So langsam waren wir mit der Moral am Ende, aber es sollte noch schlimmer kommen. Die Tatsache ohne Geld und Unterkunft dazustehen in völliger Hilflosigkeit, waren wir nicht gewohnt.

Jemand hat uns mit nach Koblenz genommen und hat uns an einer Autobahnausfahrt ausgesetzt. Eine Shell-Tankstellenmitarbeiterin hat uns dann gesagt, in welche Richtung wir laufen müssen. Wir sind losgelaufen, 10 km, wenn nicht sogar mehr. Dann sind wir durch die Dunkelheit durch ein großes Feld, unsere Schuhe sind nassgeworden. Ganze 3 Std. später sind wir an einer Kurve vorbeigekommen, wo endlich Licht zu sehen war - "gelbes Licht"… Es war die Shelltankstelle von eben. Wir sind im Kreis gelatscht. Unsere Füße taten weh; Schlafsack und draufgelegt; einige Stunden später wieder aufgewacht. Ich fühlte mich wie eine Leiche. Dann nochmal 20 km gelatscht; um 8 Uhr morgens an einer Autobahnraststätte angekommen, hat jeder erste einmal an der Sanifair Raststättenanlage geduscht und es ging halbwegs wieder; 2 Std. gepennt an der Raststätte in den hintersten Ecken der Restaurantbänke.

Dann wieder nach einem Fahrer gesucht. Ein Opa hat uns bis nach Holland mitgenommen. Unterwegs hat er uns die Ohren blutig geredet.

In Nijmegen angekommen, sind wir mit dem Zug nach Venlo - Dank dem Opa, der uns Geld geschenkt hatte, um die 40 Euro. In einem Supermarkt haben wir Megafone benutzt und ein wenig Ärger gemacht - war ganz witzig,

Dann mit dem Zug nach Bielefeld. Was der Schaffner sich wohl gedacht hat? Wir konnten uns nicht mehr einkriegen, weil er Ohren hatte wie ein Kobold und eine komische Stimme und nach Geld verlangte mit seinem Rechner in der Hand. Tja, schließlich sind wir auch schwarz bis nach Bielefeld im Bummelzug gefahren. 2 koreanische Studentinnen haben uns mit Orangen gefüttert und so landeten wir schließlich wieder in Bielefeld.

Wenn wir heute ab und zu das Thema anfangen, kommen schöne Erinnerungen hoch und es hat unsere Freundschaft sehr geprägt. Auch die schlechten Zeiten, wo wir im Kreis gelaufen sind und mit den Nerven am Ende waren, sind in guter Erinnerung geblieben und heute lachen wir drüber.

Der Trackingrucksack, den ich dabei hatte, wurde irgendwann derbe schwer und fing bei jedem Schritt an zu quietschen, was mich immens gestört hat. Das nächste Mal ein ganz normalen Rucksack und ein Zelt wäre nicht schlecht, Hygiene Sachen nicht vergessen: Rasierzeug usw. Wir waren 3 Tage unterwegs.

Ich möchte an dieser Stelle allen danken, die für Tramper anhalten und auch die Leute, die ein Herz für Tramper haben.

mfg
adam
icq
245835786

 

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